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Shoot 'Em Up
Achtung, Bodycount-Rekord: Mit einem ganzen Arsenal an Waffen beschützt „Sin City“-Outlaw Clive Owen ein Baby vor wild gewordenen Killern. Eine kompromisslose Ballerorgie mit fanatischen Gangstern und einem ultracoolen Helden
Film Beschreibung
Als der wortkarge Einzelgänger Mr. Smith (Clive Owen) zufällig beobachtet, wie die Schlägerbande von Killer-Boss Hertz (Paul Giamatti) eine hilflose Schwangere durch die Straßen hetzt, sieht er rot. Ohne Gnade bringt er die Verfolger zur Strecke. Doch auch die Frau wird, nachdem sie einen Sohn zur Welt gebracht hat, getötet. Smith nimmt sich des Kleinen an und beschützt ihn fortan gemeinsam mit der lasziven Prostituierten DQ (Monica Bellucci) vor Hertz und dessen Armada von eiskalten Auftragsmördern.
Wahnwitzige Schießereien beim Fallschirmspringen, wilde Shoot-outs auf dem Kinderspielplatz und ein Held, der mit einer Karotte seine Gegner aufspießt: Willkommen in dem fulminantesten Konzeptfilm diesen Jahres. Oder wie Regisseur Michael Davis („Monster Man – Die Hölle auf Rädern“) sagt: „Dies ist John Woos feuchter Traum.“

Dass der 46-Jährige von den Filmen des Blei-Virtuosen aus Hongkong wie „Hard Boiled“ maßgeblich beeinflusst wurde, zeigt sich während des Showdowns in einem Lagerhaus: Jede Armee würde angesichts eines derartigen Patronenoverkills vor Ehrfurcht erstarren. Und inmitten dieser verrauchten Szenerie wütet Clive Owen als menschliche Pistolenkugel: zielgerichtet, verheerend und ohne Reue.

Dass die Geschichte dabei nur ein roter Faden ist, liegt auf der Hand. Schließlich warb Davis bei den großen Studios für eine mögliche Finanzierung auch nicht mit tiefschürfenden Dialogen oder charakterlichen Höchstleistungen.

Stattdessen präsentierte er den Hollywood-Bossen einen 15-minütigen Trailer, in dem er 17.000 Storyboard-Zeichnungen der verschiedenen Ballerszenen animierte und zu einem Dauerfeuerwerk zusammenschnitt. „Ich würde meinen Filme zwar nicht gerade mit einem Erotikstreifen vergleichen“, sagt Davis. „Aber ich habe versucht, zwischen den einzelnen Actionszenen so wenig Zeit wie möglich verstreichen zu lassen.“


Während andere Testosteronspektakel ihre dünne Story durch aufgeblähte Zerstörungsorgien und technische Gimmicks wettzumachen versuchen, setzt Davis auf bizarre Schusswechsel. Ob im freien Fall, beim Liebesspiel oder mit dem Baby auf dem Arm: Jede Schießerei toppt die vorherige an Einfallsreichtum und Tempo.

Innerhalb der wenigen bleifreien Phasen dann sorgt Bösewicht-Paul Giamatti – der knuffige Weinkenner aus „Sideways“ – immer wieder für morbide Momente voll trashiger Coolness: Während er zwischen zwei kaltblütigen Massakern seine Frau in heimischen Renovierungsfragen berät, kotzt er sich in der nächsten Minute über die neuesten Eskapaden seines Erzfeindes Smith aus: „Fuck me sideways.“


„Shoot ’Em Up“ ist das, was „Smokin’ Aces“ gerne gewesen wäre: eine selbstironische Achterbahnfahrt und knallharte Hommage an das Genre. Hoffen wir, dass die Gerüchte um einen möglichen zweiten und dritten Teil wahr werden. An einem Sequel jedenfalls schreibt Michael Davis schon. Und Clive Owen soll für mögliche Fortsetzungen bereits unterschrieben haben.
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Film-Trailer
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Bilder zum Film
Daten zum Film
Titel
Shoot 'Em Up
Land / Jahr
USA / 2007
Sparte
Action
Regie
Michael Davis
Darsteller
Clive Owen, Monica Bellucci, Paul Giamatti, Ramona Pringle, Jane McLean, Greg Bryk
FSK
ab 18
Länge
86 Min.
Kinostart
20.08.2007
Offizielle Page des Films